IQ Durchschnitt – Was ist ein durchschnittlicher IQ?

durchschnittlicher-Intelligenzquotient

Mit Hilfe eines Intelligenztests können Sie Ihren Intelligenzquotienten ermitteln. Nach dem Test stellt sich dann natürlich die Frage, ob man mit dem ermittelten Wert im Durchschnitt oder ob der eigene Intelligenzquotient vielleicht sogar über dem Durchschnitt angesiedelt ist. Wo liegt der durchschnittliche IQ, und ab welchem Wert liegt man über dem IQ Durchschnitt? Bei dieser Frage kann Ihnen die IQ-Tabelle weiterhelfen. Die nachfolgende IQ-Tabelle verschafft Ihnen einen Überblick, ab welchem Wert Sie einen durchschnittlichen IQ haben, und ab wann Sie über dem IQ Durchschnitt liegen.

IQ-Wert Anteil der Bevölkerung mit diesem IQ Einstufung
> 130 2,1 % Hochbegabt
121-130 6,4 % Begabt
111-120 15,7 % Überdurchschnittlicher IQ
90-110 51,6 % Durchschnittlicher IQ
80-89 15,7 % unterdurchschnittlicher IQ
70-79 6,4 % Geistig zurückgeblieben

Mit 90 bis 110 im IQ Durchschnitt

Aus der IQ -Tabelle lässt sich entnehmen, dass ein durchschnittlicher IQ zwischen 90 und 110 liegt. Haben Sie bei ihrem Intelligenztest beispielsweise einen IQ-Wert von 105 erreicht, liegen Sie mit diesem Wertgenau im Durchschnitt. Ab einem Wert von 111 spricht man bereits von einem überdurchschnittlichen Intelligenzquotienten. Wer weit über demDurchschnitt liegt und einen IQ von über 130 vorweisen kann, gilt laut dem Mensa Kriterium sogar als hochbegabt.


Viele berühmte Personen haben einen IQ weit über Durchschnitt, so etwa auch die Wissenschaftler Stephen Hawking und Albert Einstein, die beide einen Intelligenzquotienten von 160 haben sollen. Auch der berühmte deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe hat alles andere als einen durchschnittlichen IQ. Ihm wird nach nachgesagt, einen Intelligenzquotienten von über 200 gehabt zu haben. Mit diesem Wert würde Johann Wolfgang von Goethe sicherlich eine Spitzenposition in der IQ-Tabelle einnehmen. Egal ob Sie einen durchschnittlichen Intelligenzquotienten haben, oder einen Wert weit über dem IQ Durchschnitt, eines sollten Sie sich immer vor Augen führen: Neben dem Intelligenzquotienten sind noch viele andere Faktoren dafür verantwortlich, wie erfolgreich eine Person im Leben ist.

Wie wird der IQ Durchschnitt festgelegt?

Die Intelligenztests werden so normiert, dass der die Ergebnisse des Tests für eine hinreichend große Bevölkerungsstichprobe annähernd normalverteilt (Gauß-Verteilung) sind. Dabei wird ein Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 15 zugrunde gelegt. Innerhalb der ersten Standardabweichung (100 +/- 15) liegen 68% der Probanden. Das bedeutet, 68 % der Testpersonen haben einen Intelligenzquotienten zwischen 85 und 115. Betrachtet man auch noch die zweite und dritte Standardabweichung, so haben 95,5 % aller Testpersonen einen Intelligenzquotienten zwischen 70 und 130 und 99,7 % aller Testpersonen einen Intelligenzquotienten zwischen 55 bis 145. Für Werte unter 40 oder über 160 würde ein Intelligenztest ohne kaum Aussagekraft haben, weil der Proband durch die Fragen entweder unterfordert ist (über 160), oder die Fragen erst gar nicht verstehen würde (unter 40). Wenn ein Intelligenztest anders normiert wurde, was in anderen Ländern teilweise üblich ist, kann die Verteilung daher auch von der oben stehenden IQ-Tabelle abweichen.

Flynn-Effekt – Anstieg des durchschnittlichen IQ

Der neuseeländischen Politologen James R. Flynn hat die durchschnittliche Entwicklung der Ergebnisse von Intelligenztests untersucht, und kam dabei zu der Erkenntnis, dass sich die gemessenen Werte im Durchschnitt über die Jahre erhöht haben. Anhand von Testergebnissen aus 14 Industrienationen konnte Flynn nachweisen, die durchschnittlichen IQ-Werte zwischen 5 und 25 Punkten pro Generation zugelegt haben. Dieses Phänomen wird nach seinem Entdecker als Flynn-Effekt bezeichnet. Als mögliche Ursache für den Anstieg des IQ Durchschnitt wird vor allem die Verbesserung der Umweltbedingungen, z. B. Bildung, Ernährung, Gesundheitsversorgung und Massenmedien angeführt.

Historische Entwicklung des Intelligenzquotienten

Heutzutage ist der Intelligenzquotient eine gängige Größe zu Bestimmung des intellektuellen Leistungsvermögens eines Menschen. Der Anfänge des Intelligenzquotienten reichen zurück bis ins Jahr 1905. Damals hatte Alfred Binet mit dem Binet-Simon-Test den ersten brauchbaren Intelligenztest entwickelt. Dabei ging es aber vornehmlich um die Messung des Intelligenzalters. Der Binet-Simon-Test bestand aus Aufgaben mit ansteigender Schwierigkeit für die jeweiligen Altersgruppen. Wenn ein Kind nicht alle Aufgaben, die für seine Altersgruppe bestimmt waren, lösen konnte, hatte es ein niedrigeres Intelligenzalter. Wenn das Kind hingegen auch die Aufgaben für die höheren Altersgruppen erledigen konnte, hatte es ein höheres Intelligenzalter.